achtern
hinten; meist sind jene Bereiche des Schiffes gemeint, die hinter dem Cockpit liegen
Achterstag
hintere Abspannung des Mastes
abfallen
das Schiff weg vom Wind drehen
AIS
automatisches Identifikationssystem. Diese Signale müssen Berufsschiffe aussenden. Mit dem Signal werden mindestens Name, Geschwindigkeit und Richtung des Schiffes angezeigt. Sportboote können, ein AIS-Sendegerät haben, müssen aber nicht. Es ist aber für alle Sportboot ratsam, wenigstens ein AIS-Empfangsgerät zu haben.
Am-Wind-Kurs
Kurs des Schiffes, wenn der Wind schräg von vorne einfällt. Die Segel werden dazu sehr dicht geholt und das Schiff hat Schräglage.
anluven
das Schiff Richtung Wind/in den Wind drehen
Ausbaumen
Großsegel mit dem Baum, Fock oder Genua mit dem Spibaum weit nach außen stellen/weit öffnen
Autopilot
automatische (elektrische bzw. hydraulische) Steueranlage des Schiffes, geregelt über einen Kompass oder GPS
Babystag
zusätzliche Abspannung des Mastes zwischen Mast und Bugstag
backbord
in Fahrtrichtung die linke Seite des Schiffes
Babyfock
kleines Segel am Babystag
Backstag
Drahtseilabspannung des Mastes nach hinten, die zusätzlich zu den Achterstagen angeschlagen werden können. Kommen auf der Colette immer zum Einsatz, wenn die Kutterfock oder Babyfock gefahren werden.
Baum
waagerecht vom Mast abstehende Stange, um das Großsegel zu spreizen
belegen
Festmachen einer Leine, z. B. auf einer Klampe am Schiff oder am Steg
Bilge
tiefste Räume im Schiffsinneren
Breitengrad
gedachte Linien, die pParallel zum Äquator (nullter Breitengrad) zwischen Äquator und den Polen (90ster Breitengrad) verlaufen. Zusammen mit der Angabe des Längengrads ist damit überall auf der Welt eine exakte Ortsbestimmung möglich.
Bugkorb
fester, aus Metallrohren geformter Teil der Reling am Bug des Schiffes
Bugstag
oder Vorstag, vordere Drahtseilabspannung des Mastes, an dem das Vorsegel angeschlagen wird. Mittlerweile ist bei den meisten Schiffes hier eine Rollanlage angebaut.
Bugstrahlruder
elektrisch angetriebener, quer zur Schiffsachse liegender Propeller im vorderen Bereich des Schiffes, um den Bug nach backbord (links) oder steuerbord (rechts) drehen zu können. Unterstützt Hafenmanöver.
Cockpit
(oder Plicht)Steuerstand des Schiffes. Mit Steuerrad oder Pinne, beides oft auch als Ruder bezeichnet, Winschen für die Schoten, Klemmen für die Fallen, Kompass und andere Navigationsinstrumente. Von hier aus wird das Schiff gefahren.
dichtholen
Segel über die Schoten anziehen, d.h. den Winkel der Segel zum Wind verkleinern
Dingi
(oder Tender)kleines Schlauchboot, um z. B. vom Ankerplatz zum Land zu fahren
Dünung
Wellen, die noch aus der Richtung kommen, aus der der Wind zuvor geweht hat
einpicken
sich mit dem Sicherheitsgurt, den man am Körper oder an der Schwimmweste trägt, an sicheren Stellen am Schiff einhaken
Fallen
Leinen zum Setzen oder Einholen der Segel. Die Fallen laufen senkrecht im oder am Mast und werden häufig über Rollen zu den Winschen im Cockpit oder direkt am Mast umgelenkt.
Fender
Körper, meist aus Plastik, Gummi oder Kork, die an die Reling gehängt werden, um zwischen Schiffen oder zwischen Schiffen und Kaimauern oder Stegen den Schiffsrumpf vor Berührungen und Schäden zu schützen
Fenderbrett
Konstruktion von Fendern und einem Brett, um die Schutzfunktion über einen längeren Bereich zu gewährleisten. Oft an Spundwänden nötig
Festmacherleinen
Leinen zum Festmachen des Schiffes: Achter- oder Heckleinen, Vorderleinen und seitlich noch Vor- oder Achterspring
fieren
nachlassen der Schoten, um den Winkel der Segel zum Wind zu vergrößern
Fock
kleineres Vorsegel; bei der Colette an einer zweiten Rollanlage am Kutterstag aufgerollt (Kutterfock). Bei der Colette gibt es noch eine weitere, noch kleinere Fock für das Babystag.
Genua
großes Vorsegel. Meist auf einer Rollanlage am Vorstag aufgerollt
GPS
Global Positioning System; Ortsbestimmung über Satelliten
Großschot
Schot (Leine), um die Stellung des Großsegels zu regeln (dichtholen oder fieren)
Großsegel
Segel, das am Mast und am Baum angeschlagen ist. Ursprünglich das größte Segel auf dem Schiff (heute sind die Genuas oft größer)
Halbwindkurs
Kurs des Schiffes, wenn der Wind von der Seite einfällt. Die Segel werden dazu etwas weiter gefiert als beim Am-Wind-Kurs
Killen
das Flattern der Segel
Klampe
festgebolzter, verschraubter oder verschweißter Beschlag am Schiffsdeck, zum Belegen (Festmachen) der Leinen
Knoten
Geschwindigkeitsangabe bei der Fahrt durchs Wasser. Ein Knoten entspricht einer gefahrenen Seemeile pro Stunde (= 1,852 km/h)
Kreuzsee
Seegang, der durch zwei unterschiedlich laufende Wellen entsteht. Z. B. durch die Welle des alten Windes (Dünung) und der Welle des aktuellen Windes (Windsee) nach einer Änderung der Windrichtung
Kutterfock
Segel, das am Kutterstag angeschlagen wird. Meist kleiner als die Genua und aus stärkerem Stoff, um bei Schwerwetter gefahren werden zu können.
Längengrad
gedachte Linien, die von Pol zu Pol um die Erde laufen. Durch Greenwich (England) führt der nullte Längengrad). Von Greenwich werden sowohl nach Westen als auch nach Osten jeweils 180 Längengrade gezählt. Zusammen mit der Angabe des Breitengrads ist damit überall auf der Welt eine exakte Ortsbestimmung möglich.
Lee
die dem Wind abgewandte Seite des Schiffes
Lenzrohre
Öffnungen im Cockpitboden, über die Wasser aus dem Cockpit nach unten abfließen kann
Liek
untere (Unterliek) bzw. hintere (Achterliek) Kante eines Segels
Log
(oder Logge)Gerät, um die Geschwindigkeit des Schiffes durch das Wasser zu messen
Logbuch
Schiffstagebuch, in dem die wichtigsten Daten zur Fahrt (Wetter, Fahrtziel, Richtung und Geschwindigkeit, Beobachtungen und Besonderheiten) festgehalten werden. Das Logbuch ist bei der Berufsschifffahrt gesetzlich vorgeschrieben.
Luv
die dem Wind zugewandte Seite des Schiffes
Marina
internationale Bezeichnung für einen Yachthafen
Maststufen
Stufen oder Tritte rechts und links am Mast, um zum Mastspitze klettern zu können
Pantry
kleine Küche auf einer Yacht
Pinne
oder Ruderpinne ist ein einarmiger Hebel, der mit dem Ruder verbunden ist und mit dem das Schiff gesteuert wird.
Navigationsecke
Bereich unter Deck mit Kartentisch, Navigationsgeräten (Rechner oder Plotter, GPS-Gerät, Funkgerät u.a.), Schalttafeln und Instrumentenanzeigen
Niedergang
Treppe, die vom Cockpit unter Deck, meist in den Salon, führt
Persenning
Schutzbezug, meist aus Segeltuch, um z. B. das auf den Baum gebundene Großsegel einzupacken, um es so vor Sonnenlicht und Schmutz zu schützen
Plicht
siehe Cockpit
Plotter
Recheneinheit und Bildschirm mit elektronischen Karten, AIS-Signale, Radar, Wetterkarten u.v.m.
Raumschotskurs
Kurs des Schiffes, wenn der Wind schräg von hinten einfällt. Die Segel sind sehr weit gefiert. Ein angenehmer Segelkurs mit wenig Schräglage
reffen
die Segelfläche verkleinern. Je stärker der Wind, um so mehr werden die Segel gerefft
Refleks-Heizung
mit Diesel befeuerter Ofen, der auf der Colette mit Warmwasserheizkörpern verbunden ist
Reling
umlaufender Zaun an Deck
Rigg
gesamte Takelage mit Mast, Baum, allen Wanten und Stagen (stehendes Gut) sowie allen Fallen, Schoten und Segel (laufendes Gut)
Rollanlage
oder Rollreffanlage; Genua oder Fock werden dabei auf ein Vorstag mit Hilfe einer Reffleine, die vom Stag ins Cockpit gelegt ist, aufgewickelt. Die Genua oder Fock lässt sich somit vom Cockpit aus setzen, verkleinern (reffen) oder bergen.
Saling
Querstreben am Mast zur Stabilisierung und Abspannen der Wanten
Salon
großer Raum unter Deck mit Esstisch, Schränken, Schapps, Sitzbank u.a.
Schäkel
Karabiner aus Metall. Es gibt sie mittlerweile auch aus Dynema-Tauwerk, dann nennt man sie Tauschäkel
Schapp
verschließbares Staufach im Schiffsinnern (Schrank)
schamfilen
ständiges Reiben und Schleifen z. B. einer Leine an der Kaimauer
Schmetterling
mögliche Segelstellung bei Wind von achtern. Dabei werden entweder zwei Vorsegel oder ein Vorsegel und das Großsegel weit ausgebaumt.
Schoten
Leinen vom Cockpit zu den Segeln, um die Stellung der Segel zum Wind zu verändern (dichtholen oder fieren).
Schwell
Wellen oder Dünung, die in den Hafen hineinläuft oder den Ankerplatz erreicht und das Schiff zum Schaukeln bringt
schwojen
Positionsveränderungen des Schiffes um die Ankerkette aufgrund von drehenden Winden oder wechselnden Strömungen
Schott
(oder Schiebeschott)Türe, um den Niedergang zu verschließen
Seemeile
nautisches Längenmaß, das durch die Bogenminute auf einem Großkreis der Erdkugel gegeben ist. Eine Seemeile entspricht 1851,2 Meter
Speigatt
Öffnung im Süllrand, damit Wasser vom Deck ablaufen kann
Spibaum
Stange, die waagerecht am Mast befestigt ist, um die Fock oder die Genua möglichst weit nach außen zu spreizen und in dieser Position zu halten.
Spring
Leine zum Festmachen des Bootes, die zusätzlich zur Vor- oder Achterleine gespannt werden kann
Stagen
Drähte für die Abspannung des Masts nach vorne (Vorstag) oder hinten (Achterstag)
Steuerbord
in Fahrtrichtung rechte Seite des Schiffes
Süllrand
eine etwas erhöhte, meist senkrechte Kante um das Deck
TO
Trans Ocean; Verein von Seglern, die auf große Fahrt gehen oder gehen wollen
Tonne
Schifffahrtszeichen auf See. Z. B. Fahrwassertonnen, Untiefentonnen usw.
Travellift
Fahrbarer Kran mit großen Gurten, um Schiffe aus dem Wasser zu heben und an Land zu stellen
Unterwasserschiff
Rumpf unter der Wasserlinie, einschließlich Kiel
Verklicker
Windrichtungsanzeiger auf der Mastspitze
Wanten
Drähte zum seitlichen Abspannen und Stabilisieren des Masts
Wasserpass
gemalte Wasserlinie entlang des Rumpfs
Windstärke
Einteilung der Stärke des Windes nach Beaufort von 1 = kaum Wind bis 12 = Orkanstärke. Die Windgeschwindigkeit wird meist in Knoten pro Stunde oder Meter pro Sekunde angegeben.
Windsteueranlage
Selbststeuerung des Schiffes über den Einfallswinkel des Windes auf eine Windfahne am Heck mit entsprechender Umlenkung der Windkräfte auf das Ruder des Bootes.
Winsch
(oder Winde)Trommel zur Kraftübertragung mit Hilfe einer Kurbel, um Leinen (Schoten und Fallen) dicht zu holen